Dienstag, 2. August 2011

An der Börse Reich werden...

... das ist ein schöner Traum.


In meinem Depot haben heute weitere 15 Stücks Lyxor ETF MSCI Europe (A0JDGC) zum Kurs von 91,09 Euro ein Zuhause gefunden. Ich werde ein guter Papa sein und gut auf sie aufpassen.


Die Champagnerlaune vom Wochenende ist zwar leider etwas verflogen aber grundsätzlich wähne ich mich immer noch auf einem guten Weg. Das hat mir heute ein Gespräch mit einigen Arbeitskollegen gezeigt. Die machen sich echt um nichts Gedanken und verpulvern freudig weiter ihre hart verdiente Kohle (und die verdienen auch nicht mehr als ich). Ich würde da gern beratend zur Seite stehen aber vermutlich würde meine Weisheiten ohnehin niemand hören wollen. Wenn ich mir überlege was ich mir mittlerweile mit meinem schmalen Gehalt an (Buch)Vermögen aufgebaut habe, dann ist das schon echt nicht schlecht.


Und obwohl es besser laufen könnte, bin ich zufrieden mit mir und meiner kleinen Welt.


Ciao,
C

Kommentare:

  1. Jea, das stell ich auch immer wieder fest: bei den meisten geht genau so viel über den Monat raus wie rein kommt (im besten Fall!).
    Also ich fänd so ein rein und raus total frustrierend...

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  2. Hi,
    ich verstehe nicht warum alle so überstürzt nachkaufen, als ob morgen nichts mehr zu haben gäbe.
    "Im Nachhinein sind wir alle klug" - ich bin erst am Samstag aus dem Urlaub zurückgekehrt, uuhhh da passiert einiges an den Börsen - aber ich würde dir am Dienstag (02.08), am Samstag und um so mehr auch heute das gleiche sagen. Die Börsen fallen - greife nie (NIE) in ein fallendes Messer!
    Es könnte in kürze bereits ein Ende sein, aber gibt es trifftige (oder irgendwelche) Argumente dafür? Ist die Lage durch irgendwelche Maßnahmen bereinigt worden?
    Also ich vermute es wird noch weiter bergab gehen. Auf jeden Fall "Bodenbildung" abwarten wäre nicht verkehrt.

    Oder hast du bestimmte Kaufregeln wie Romsdalen?

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  3. Moin Andi, hoff´ der Urlaub war entspannend. Im Prinzip ist meine Regel "investieren wann immer ich Geld übrig habe". Das ist es eigentlich immer schon gewesen. Habe sicherlich nicht ganz so strikt definierte Kaufregeln wie Romsdalen aber wenn ich Geld habe, investiere ich es. Da ich daran glaube, dass langfristig immer kommuniziert werden wird, immer Chemie und Energie benötigt werden wird, immer gegessen und immer in Behausungen gewohnt werden wird, glaube ich auch an Firmenbeteiligungen. Mein Leben ist noch lang und ich werde bestimmt wieder höhere Kurse sehen. Sollte mein Leben nicht lang werden, dann sind Kurse, ob hoch oder tief, ohnehin egal. Bei mir kann auch momentan nicht von überstürzt nachkaufen die Rede sein, da ich gar kein Knaster am Start habe. Aber wenn Cheffe das nächste Gehalt überweist, dann werde ich mal wieder überlegen ...
    ...wie ich die Penunzen am Besten verbrenne. :D

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  4. Hi,
    ich war besonders von deinem Kauf überrascht, da du erst am 21. Juli 2011 "Nix los ohne Moos" geschrieben hast.
    Na gut, wenn das Moos so schnell nachwächst, will man nicht abwarten bis es bis zum Hals steht ;-)

    Übrigens, weißt du wie die Vegetarianer in Rußland heißen?

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  5. Zum Thema erzähle ich eine Geschichte aus meinem Leben.
    Einem guten Bekannten von mir habe ich immer wieder über Geldanlagen erzählt. Er hat die Informationen immer mit Begeisterung aufgenommen, Fragen gestellt, aber nie zugegriffen. Eines Tages hat er sich für einen Fondssparplan (damals hörte noch keiner von ETFs) entschlossen. Ich durfte bei der Auswahl des Fonds sowie Online-Broker helfen.
    Nach dem Kauf war er immer sehr besorgt, wenn die Kurse gen Süden gingen. Obwohl es um kleine Buchverlustbeträge handelte, kostete es immer wieder an Überzeugungsarbeit den Kurs fortzusetzen. Wenn die Kurse stiegen, hat er seine Freude mit mir nicht geteilt.
    Nach paar Jahren hin und her hat er seine Positionen mit Gewinn verkauft und ich konnte sehen wie erleichtert er danach wurde.
    Offensichtlich sind viele/manche/einige Menschen unguten Gemüts, wenn ihre Kohle arbeiten geht und nicht bei ihnen unter dem Kissen sich wärmt.

    Vor einiger Zeit habe ich zufällig erfahren, dass bei ihm seit Jahren ein 5-stelliger Betrag (sein ganzes Vermögen) auf dem Girokonto(!) vor sich dümpelt. Einen Kommentar dazu habe ich mir aber gespart.
    Offensichtlich haben die Menschen unterschiedlichsten und u.U. gegensätzlichen Einstellungen zu Finanzen im Allgemeinen. Diese wollen sie auch selten ändern.

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  6. Hi Andi,

    also erstmal heißen die Vegetarianer in Deuschland Vegetarier ;) und in Russland nennt man sie Moskau. Musste ich allerdings erst googeln. Spitzenscherz übrigens ;D ...

    Ganz ehrlich - so ganz kalt lässt es mich nicht, wenn alles Berg runter rauscht. Und manchmal bin ich dann auch geneigt mich zu fragen, ob der beste Einstiegspunkt ist oder nicht aber vor nicht all zu langer Zeit hat niemand BMW, geschweige denn anderen Automobilherstellern, zugetraut auch nur eine handvoll Autos zu verkaufen. Es wurde sogar ein tolles Programm der Regierung aufgelegt und mittlerweile ist vor allem BMW super angesagt.

    Was ich sagen will ist folgendes: Man weiss nie, ob der Zeitpunkt gut oder schlecht ist aber wenn man von seiner Aktie, seinem Fond etc. überzeugt ist (weil man sich damit auseinandergesetzt hat), dann wird sich der Wert des Investments auch irgendwann im Kurs zeigen.

    Normalerweise wächst Moos nicht so schnell bei mir aber ich mach´ manchmal noch ein bisschen hier und da und nebenbei. Ansonsten bleiben mir zur Zeit in etwa 500-600 Euro pro Monat für den Sparstrumpf, zum investieren oder für den Urlaub.

    Was Deine Anekdote angeht, glaube ich, dass die meisten Menschen so gestrickt sind. Die Frage ist, ob sie damit glücklich sind bzw. später glücklich werden? Positiv bei mir ist, dass ich glücklich bin, wenn ich Freunde, Familie um mich herum habe und genug Bewegung bekomme. Sportklamotten sind in der Regel recht günstig zu haben. Sollte die Welt also kollabieren habe ich immer noch meine Familie, Freunde und den Sport und lebe mein armseliges Leben einfach weiter. :)

    Das sind nicht die schlechtesten Ausichten...

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  7. Moin,
    upps, ich weiß nicht mal wie die Minderheit sich nennen lässt... aber die "Worte, die mit aner enden mag ich immer".

    Die korrektere Antwort wäre Moskauer (Einwohner von Moskau).

    Ja, die Börsen lassen auch mich nicht kalt, obwohl ich gar nicht investiert bin (von VWL abgesehen). Denn die verbrannten hunderttausende Milliarden, die teilweise in Konsum fließen würden, werden nun der Weltwirtschaft fehlen.
    Auf der anderen Seite ergeben sich zur Zeit sehr gute Einstiegspositionen.

    Bisher in diesem Jahr (abgesehen von März) fand ich die Kurse viel zu hoch. Die ganze Welt bebt und zittert (Japan, Unruhen im Nahen Osten, Schulden in EU, Schulden von USA) aber die "Börsen" schweben in der Nähe ihrer Höchststände. Das konnte nicht lange gut gehen.
    Man kann ja den optimalsten Einstiegszeitpunkt nur zufällig erwischen. Aber auf einen besseren könnte man (je nach Lage) schon „ä bissl“ warten.

    Also Gegenargument zu deiner Aussage wäre, wenn die Kurse hoch genug sind und gleichzeitig sich viele Probleme abzeichnen, werden sie auch irgendwann günstiger und dann kann man zuschlagen und weiterhin überzeugt bleiben, dass sie auf erwartete Höhen steigen und steigen.

    Ob die Menschen mit ihrem Stil glücklich sind, weiß ich nicht, aber sie sind auf jeden Fall glücklicher als mit einem volatilen Depot. Was die Zukunft anbetrifft, werden die Vernünftigen unter ihnen früher oder später erkennen, dass ein großer Teil des Lebens ihnen entgangen ist, denn viele Lebens“aufgaben“ lassen sich nur mit genug Kohle verwirklichen.

    Wenn wir schon übers Glück reden, habe ich einen netten Artikel „Der Schein trügt“.

    http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/a564ad99-de12-42d5-af81-32dc34ff0b7c.aspx

    Hier geht es fast quer durchs Beet, aber deine Fokussierung auf altmodische Werte Familie und Freunde wird auch manifestiert.
    Welche Sportart hast du dir denn ausgesucht?

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