Mittwoch, 13. April 2011

Am Horizont, dort hinten,...

...befindet sich das verschissen weit entfernte Ziel. Naja, so ist das mit Zielen - im Regelfall befinden sie sich nun mal nicht direkt vor der Nase. Das macht die Angelegenheit dafür ja auch so reizvoll.

Nachdem ich mich jetzt über die letzten paar Tage internetblogtechnisch gesehen akklimatisiert habe, ist es nun an der Zeit mein Ziel (ähh, also die große Vision) und die kleinen Zwischenstationen entlang dieses langen, beschwerlichen Weges niederzuschreiben.

Warum mache ich das überhaupt ist die Frage, die ich mir selber gestellt habe. Es gibt zwei gute Gründe:
a) Ich möchte meine konfusen Gedanken besser ordnen und mir auf diese Art selber Druck auferlegen und... 
b) ich möchte denjenigen, die selber einen Weg suchen ihr Leben neu zu ordnen, etwas Input geben (fand es selber hilfreich andere Blogs etc. zu lesen).

Was ist das übergeordnete Ziel für mich?
Antwort: Viel Zeit für mich, Freunde und meine Familie, ein finanzielles Auskommen und geistige sowie sportliche Aktivität/Fitness.

Das Ganze ist nicht so einfach, da die Ziele teils im Konflikt miteinander stehen. Gehe ich nach der Arbeit joggen, spiel´ ich mit meinem Kind, versuche ich mir neben der Arbeit etwas aufzubauen oder besaufe ich mich mit Kumpels bis zur Besinnungslosigkeit verbringe ich die Zeit mit meiner Frau?

Wie ich schon in meinem ersten Post geschrieben habe, ist Geld gleichbedeutend mit Zeit. Das finanzielle Auskommen hat somit oberste Priorität in meiner Zielhierarchie. In vielen Büchern wird auch von finanzieller Freiheit gesprochen und in der Tat geht es mir hauptsächlich um den Aspekt der Freiheit. Dieses Auskommen möchte ich langfristig mit passivem Einkommen generieren. Dazu schreibe ich in den folgenden Tagen bestimmt mehr. Wer sich in meinem letzten Beitrag das Video zum Cash-Flow Quadranten zu Gemüte geführt hat, weiß schon worauf ich hinaus will.

Der Zieldriss nun in Schwarz auf Weiß
Monetäre Ziele
1. Wertpapierdepot, welches durch eine hohe Dividendenrendite ein passives Einkommen generiert. Dieses Einkommen soll alle Fixkosten decken. > bis Januar 2017
2. Passives Einkommen aus weiterer Quelle, welches zukünftig mein Gehalt ersetzen soll. > bis September 2012  

Die nicht-monetären Ziele müssen kurzfristiger sein und immer wieder auf Erfüllung hinterfragt werden.
3. Mehr Zeit mit Freunden und Familie verbringen. Tue ich genug für die Freundschaften?
4. 2011 möchte ich mehr Sport machen und aufgrund meiner kaputten Knie neue Sportarten erlernen, die schonender sind.

Da ich mich ja nicht erst seit Heute mit all dem beschäftige, bin ich teilweise schon auf gutem Wege. Das erste Ziel habe ich momentan zu einem knappen Drittel erreicht. Mit dem Zweiten tue ich mich sehr schwer. Das dritte Ziel ist auch sehr anspruchsvoll und meiner Überzeugung nach das Wichtigste. Die monetären Ziele stehen in der Priorität nur weiter oben, da es schwieriger ist sie zu erreichen und sie eine Grundlage bieten das dritte Ziel besser zu realisieren. Mit dem vierten Ziel sieht es gut aus. Ich habe einen Surfurlaub gebucht und beginne diese Woche mit einer weiteren, neuen Sportart.

Ciao,
C

Kommentare:

  1. Moin!
    nachdem zu dich netterweise bei mir verewigt hast, schreib ich gerne ein paar Zeilen in deinem blog.
    Znächst herzlich willkomen bei den Finanzbloggern. Da du erst ein paar wenige Beiträge hast, schreib ich nur mal eben so runter, was aus meiner Sicht fehlt:

    1. ein monetäres Ziel. Also so richtig. Nix wachsweiches a la ich will in soundsoviel Jahren von meinen Zinsen leben können sondern: Am soundsovielten will ich genau diesen betrag auf meinem Konto/Depot haben!
    2. Zwischenziele: ausgehend von meinem Punkt eins, gibt dann zwei Möglichkeiten Zwischenzeile zu definieren: bei gegebener Sparlesitung und vorhandenem Sparstrumpf muss X% Rendite erreicht werden um das hautziel zu erreichen. Oder (und das finde ich wesentlich eleganter und realistischer): bei gegebener realistischer Rendite (pro Assetklasse) muss ich den Betrag X monatlich sparen um mein Hauptziel zu erreichen.
    3. Jährliche Zwischenzeile definieren, kontrollieren udn ggf nachsteuern.
    4. freuen, dass man "on track" ist.

    Oder kurz: werd konkreter, so konkret wie möglich. Deine Aussage "Wertpapierdepot, welches durch eine hohe Dividendenrendite ein passives Einkommen generiert. Dieses Einkommen soll alle Fixkosten decken." ist viel zu weich. Damit kannste erstmal gar nix anfangen bzw. du merkst viel zu spät, wenn irgend etwas aus dem Ruder läuft.

    Also dann!
    Glück auf, Petri Heil und Gut Holz oder so ähnlich ;)

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  2. ´Nen juten Abend werter Kollege des Finanzjonglierens,

    Danke fürs Vorbeischauen. Kritik ist immer willkommen, solange sie bissig ist und den Finger in die Wunde legt. In dem Fall gebe ich der Anklage in (fast) allen Punkten Recht. Ich hole ein wenig aus, um mich zu entlasten. ;)

    Klar, harte Ziele sind besser zu überprüfen und allein darin liegt schon ein Vorteil. Auf der anderen Seite hängt bei mir die Höhe des Ziels stark von der Dividendenrendite ab (zumindest, wenn ein Großteil des passiven Einkommens von eben diesen Dividenden abhängt). Zu meiner Depotstruktur wollte ich die Tage noch etwas schreiben, aber da das wirklich Hand und Fuß haben soll wird es wohl über Ostern werden. Also momentan ist mein Depot so (je nach Tagesform), um die 100.000 Euro fett. Dividendenzahlungen in diesem Jahr sind 3K. Zur Zeit ist mein Depot aber auch kein Depot, welches allein an einer Dividendenstrategie ausgerichtet ist. Mein Depot besteht aus 3 Bausteinen und Schrott (Papiere (DWS Fonds), die mir vor grauer Zeit von der guten Deutschen Bank wärmstens ans Herz gelegt wurden).
    Also das reine Dividendendepot soll in 6,5 Jahren 300.000 Euro dick sein und eine Dividendenrendite von 4,5-5% aufweisen. Ich mach mir nicht soviel Sorgen, dass ich das Ziel nicht erreichen könnte, da es ja ein überschaubarer Betrag ist. Bei´ner Mille würde ich die Waffen strecken. Wenn uns die Welt um die Ohren fliegt, dann gehts in die Hose aber ansonsten...

    Dein 2. Tipp mit den Zwischenzielen, den muss ich nochmals auf all meine 4 definierten Ziele anwenden. Vor allem auf mein zweites Ziel. 1.700 Euro netto - das ist der Betrag, den das weitere passive Einkommen generieren soll. Mit der Geschichte tue ich mich extrem schwer. Es soll nichts mit Assetklassen und Investitionen zu tun haben sondern quasi meinen festen Job ablösen. Eine echt harte Nuss. Da konkreter zu werden ist echt schwer. Das muss so eine Tim Feriss 4-Hour-Workweek Sache werden. Ideen sind willkommen!

    Und wieder einmal musste ich mir ein paar Gedanken zu der ganzen Chose machen. Und wieder einmal bin ich mir sicher, dass ich dadurch ein ganz klein wenig mehr Plan für mich bekommen habe. Und wieder einmal ist es spät und ich muss Heiabubu machen.

    Reinhauen,
    C

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  3. So, genau das meine ich...
    1.700€ netto -> dafür brauchst du bei 5% Rendite und 25% Steuer 544K.
    Bei deinen 300K und 5% Rendite kommst du nach Steuern gerade mal auf 937€ pM, also etwas mehr als die Hälfte des angepeilten Betrags.

    Ich zitiere *Trommelwirbel* mich: entweder mehr Dividende (was kompliziert werden dürfte wenn du deutlich über 6-7% hinaus gehen solltest) oder mehr Kapital, was bedeutet entwerder länger warten oder mehr sparen.

    Das ist jetzt alles in einer Minute durchgerechnet -> Details müssen nat+rlich von dir kommen, kay? ;)

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  4. Moin,

    ich glaube, dass ich das Ganze schlecht umschrieben habe.

    Also die beiden Ziele a) 300K mit Divirendite von 5% und b) 1.700 Euro netto monatlich sind zwei getrennt voneinander zu betrachtende Ziele.

    Das Ziel a) generiert sich aus meinen Sparanstrengungen und den daraus resultierenden Investitionen. Zielerreichung 2017 ...und b) ist ein davon unabhängiges Ziel, welches viel früher erreicht werden soll (September 2012) und mein Monatsgehalt ablösen soll. Hier möchte ich ein funktionierendes System aufbauen, welches mit geringem Aufwand ein monatliches Einkommen von ca. 1.700 Euro / netto generiert. Dieses Ziel könnte beispielsweise erreicht werden durch eine iPhone App und den Erlösen aus dem iTunes Store (schwer - weiß ich aus Erfahrung), dem Betreiben einer Webseite und dem Erlös aus der Vermarktung (auch sehr schwer - weiß ich auch aus Erfahrung). Dennoch sollte es jede Menge andere Möglichkeiten geben. Ein Bekannter hat beispielsweise ein Spiel entwickelt und verdient prächtig durch die Lizenzen, da er die Idee an einen großen Spielekonzern weitergegeben hat.

    Hoffe, dass das jetzt etwas Licht ins Dunkel gebracht hat. Also im Prinzip möchte ich nicht nur durch sparen und investieren reich werden, sondern auch durch ein intelligentes, dauerhaftes System (welches meine Anstellung ablösen sollte).

    Auf einem Bein kann man nicht stehen ...und da gerade die Börsen, je nach Wetterlage, ja auch nicht immer viel Freude bereiten, versuche ich mich frei nach Kiyosaki in beiden rechten Quadranten. :)

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